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SOS – Sommer ohne Sorgen

Fünf Lösungen für entspannte Sommerhaut.

Sommer bedeutet Sonne, Wärme und Leichtigkeit – für unsere Haut aber oft auch Stress. Von Feuchtigkeitsverlust über Insektenstiche und Heuschnupfen bis zu Lichtschwiele und Mallorca-Akne: Wir zeigen fünf typische Sommerprobleme und erklären, wie Sie Ihre Haut gezielt schützen, beruhigen und optimal pflegen.

Spannungsgefühle, vermehrte Fältchenbildung

Heizungsluft ist nicht der einzige Feuchtigkeitsräuber, der Sommer legt unsere Haut auf ganz eigene Weise trocken. Schweiß verändert ihren pH-Wert, Hitze dehydriert sie, Sonne stresst ihre Lipide. Deshalb kann die Haut auch im Sommer unter Feuchtigkeitsverlust leiden, gegen den die normale Routine nicht ankommt. 

Was tun?

  1. Bei starkem Schwitzen täglich ein Tonic verwenden, um den pH-Wert zu senken.
  2. Bei Aufenthalt in der Sonne zwischendurch (!) das REVIDERM beach serum verwenden.
  3. Am Abend statt Body Lotion ein After-Sun-Produkt mit Ectoin verwenden, um den Eigenschutz der Haut auf Zellebene zu stärken.

Insektenstiche

Mücken zum Sundowner, Wespen zum Pflaumenkuchen, Sandfliegen am Beach… So nützlich sie auch sein mögen, subjektiv sind Insekten eine Schattenseite des Sommers – in zunehmendem Maß. In der Dermatologie wird ein Anstieg von ungewöhnlichen Reaktionen auf Insektenbisse beklagt. Dabei geht es nicht um die klassische Allergie z. B. gegen Bienen, sondern um Ödeme und bleibende dunkle Knoten nach Mückenstichen. 

Was tun?

  1. Nach dem Pieks die Einstichstelle kurz über 50 Grad Celsius erhitzen. Das ist die einzige wissenschaftlich belegte Methode*, den Juckreiz physikalisch zu stoppen.
  2. Bei punktuellem Juckreiz gezielt kühlen und beruhigen, um Infektionen durch Kratzen vorzubeugen – geht auch ohne Kortison!
  3. Bei flächigem Stress (typisch bei Sandfliegen) das gesamte Hautareal behandeln, da der Juckreiz sich sonst wie ein Flächenbrand verselbständigt.

* Frontiers in Immunology, 2022

Hautprobleme bei Heuschnupfen

Allergische Reaktionen auf Pollen betreffen nicht nur Schleimhäute und Lunge, sondern auch die Haut. Sehr häufig kommt es zu Irritationen im Augen- und Nasenbereich, oft werden auch Unreinheiten stärker. Der Hintergrund: Durch die Allergene werden in der Haut Botenstoffe freigesetzt, die Entzündungen und damit eine Reihe von Hautproblemen fördern. 

Was tun?

  1. Morgens vorbeugend die Haut mit einem speziellen Anti-Pollution-Produkt schützen, das das Andocken der Allergene bremst und so alle Folgen minimiert.
  2. Abends sehr gründlich, aber sehr behutsam reinigen, um die Allergenbelastung bestmöglich zu senken.
  3. Bei tränenden, juckenden Augen auf keinen Fall reiben, das verschlechtert die Lage erheblich, sondern bei Bedarf eine kühlende und beruhigende Intensivpflege nutzen.

Verdickte Lichtschwiele

Bei Sonnenbestrahlung schützt sich die Haut mit Extra-Lagen von toten Hornzellen. Auf diese Weise eine dicke Haut zu bekommen bringt aber Nachteile. Die Verdickung der Lichtschwiele fördert Pickel (weil der Talg nicht abfließen kann und die Wärme schädliche Bakterien fördert), sabotiert kosmetische Bemühungen (weil Wirkstoffe im toten Zellbereich verpuffen, statt die lebenden Hautzellen zu erreichen) und ist Gift für den Glow (weil die Extraschicht die Blutgefäße stärker abdeckt und ein gräulicher Teint entsteht). 

Was tun?

  1. Die Goldmedaille geht an textilen und kosmetischen Sonnenschutz. Je geringer der UV-Stress für die Haut ausfällt, desto weniger Lichtschwiele entwickelt sich.
  2. Peeling daheim intensivieren – aber bitte in Absprache mit Ihrem REVIDERM Institut, weil Peeling nur dann optimal hilft, wenn die individuell benötigte Intensität exakt eingehalten wird. Auf keinen Fall Rubbelpeelings verwenden, sie schaden eher, als zu nutzen.
  3. Wenn z. B. vermehrte Pickelchen darauf hindeuten, dass die Lichtschwiele sich bereits verdickt hat: Profi-Unterstützung im REVIDERM Institut buchen.

Mallorca-Akne

Mit der Sonne kommen sehr viele, winzige und juckende Pickelchen? Umgangssprachlich als Mallorca-Akne bekannt, medizinisch vielleicht ein Fall von polymorpher Lichtdermatose, kurz: PMD. Noch streitet man sich in der Forschung über die genauen Zusammenhänge. Auf jeden Fall spielen Duftstoffe, Fette und Emulgatoren im Sonnenschutz eine Rolle, doch hinter den Phänomenen verbergen sich noch weitere hochkomplexe Faktoren. In der Praxis ist das aber kaum erheblich, da eins in jedem Fall hilft: Prävention. 

Was tun?

  1. Wenn man die Reaktion von sich aus den vergangenen Jahren kennt: Haut ganz behutsam an Sonne gewöhnen, IMMER lipidfreien Lichtschutz auftragen.
  2. Abends Haut sanft reinigen und beruhigende Intensivpflege auftragen.
  3. Sind die Pickelchen bereits da, hilft am besten strikte Sonnenabstinenz. Wenn dann keine schnelle Linderung auftritt: Ärztliche Hilfe suchen. PMD ist ein behandlungsbedürftiges Problem.

Pickel & Sonne

Sonne hilft nicht gegen Pickel, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Der Irrglaube entsteht, weil UV-Strahlen in den ersten Tagen durch ihre keimtötende und austrocknende Wirkung Pickel etwas lindern können. Den Tribut zahlt man im Anschluss, wenn sich die Lichtschwiele der Haut verdickt und in Folge mehr und mehr Pickel entstehen.



Quelle: Diesen Artikel findest Du in der "care – Edition Sommer/Herbst 2026" (ab S. 24)

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